Glossar
Was die Begriffe bedeuten
81 Einträge aus Angeboten, Verträgen und Beiträgen. Erst der Satz für das Gespräch, dann der Absatz für die Entscheidung.
- 10GBASE-T
Ethernet mit 10 Gbit/s über Kupfer-Netzwerkkabel mit vier Adernpaaren.
10GBASE-T überträgt Daten über verdrillte Kupferadern und die üblichen RJ45-Anschlüsse. Für Verbindungen bis zu 100 Metern eignet sich eine durchgängige Cat.6A-Verkabelung; die Anschlusskabel zählen zur Gesamtlänge. Switch und Netzwerkkarten müssen ebenfalls 10 Gbit/s unterstützen. Im Büro kann das etwa die Übertragung großer Projektdateien oder den Zugriff auf einen Dateiserver beschleunigen, wenn das Netzwerk bisher der Engpass ist. Auch Server und Datenträger müssen die höhere Datenrate verarbeiten können.
Siehe auchEthernetDatenrateCat.5e bis Cat.8RJ45
- Adernpaar
Zwei miteinander verdrillte Adern eines Netzwerkkabels, die gemeinsam ein Signal übertragen.
Übliche Netzwerkkabel im Büro enthalten vier Adernpaare, also acht einzelne Adern. Die Verdrillung hilft, elektrische Störungen zu verringern. Beim Anschluss an Dose oder Stecker müssen die richtigen Adern als Paar zusammenbleiben. Nur die elektrische Verbindung aller acht Adern zu prüfen reicht daher nicht aus, um die Übertragungseigenschaften der Strecke zu beurteilen.
- Archiv
Unveränderbare Aufbewahrung, nicht zu verwechseln mit einer Sicherung.
Ein Archiv bewahrt festgelegte Unterlagen über die vorgesehene Dauer auf, schützt sie gegen unbemerkte Änderungen und macht sie auffindbar. Welche Nachrichten und Dokumente hineingehören, richtet sich nach den abgestimmten Aufbewahrungsregeln. Eine Sicherung dient dagegen dazu, Daten oder Systeme nach einem Verlust wiederherzustellen. Archivierung und Sicherung ergänzen einander.
Siehe auchAufbewahrungspflicht (§ 147 AO)Wiederherstellungstest
- Astro
Ein freies Framework zum Aufbau von Websites mit Inhalten und bei Bedarf interaktiven Funktionen.
Astro verbindet Seitengestaltung und Inhalte zu einer Website, etwa für Unternehmensseiten, Ratgeber oder Produktkataloge. Es kann Seiten vorab als fertiges HTML erzeugen oder bei einem Aufruf auf dem Server erstellen. Interaktive Funktionen lassen sich gezielt ergänzen. Texte und Bilder können in Dateien oder über ein angebundenes Redaktionssystem (CMS) gepflegt werden. Mit einer passend eingerichteten Redaktionsoberfläche können Sie daher auch Inhalte einer statisch ausgelieferten Website selbst ändern. Nach Änderungen werden die betroffenen Seiten neu erstellt und veröffentlicht. Unsere eigene Website wird mit Astro gebaut.
Siehe auchAstro-Projekt
- Aufbewahrungspflicht (§ 147 AO)
Wie lange geschäftliche Unterlagen greifbar bleiben müssen.
§ 147 AO sieht je nach Unterlagenart unterschiedliche Fristen vor, grundsätzlich zehn Jahre für Bücher und Abschlüsse, acht Jahre für Buchungsbelege und sechs Jahre für Geschäftsbriefe. Fristbeginn, Sonderfälle und mögliche Verlängerungen sind gesondert zu berücksichtigen. Nicht jede E-Mail ist aufbewahrungspflichtig. Welche Vorgaben für einen Bestand gelten, legt das Unternehmen mit seiner Steuerberatung fest; wir richten die technische Aufbewahrung danach ein.
Siehe auchGoBDVerfahrensdokumentationArchiv
- Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag eines Verantwortlichen.
Ein Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten für den Verantwortlichen nach dessen Weisungen. Die Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO beschreibt insbesondere Auftrag, Schutzmaßnahmen, weitere Auftragsverarbeiter und den Umgang mit den Daten nach Auftragsende. Dienstleister können stattdessen auch eigenständig oder gemeinsam verantwortlich sein. Entscheidend sind ihre tatsächlichen Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse, nicht die Bezeichnung des Vertrags.
Siehe auchBerufsgeheimnis (§ 203 StGB)Dienstleistervertrag (§ 43e BRAO, § 62a StBerG)
- Berufsgeheimnis (§ 203 StGB)
Der strafrechtliche Schutz anvertrauter Geheimnisse bestimmter Berufsgruppen.
§ 203 StGB schützt unter anderem Mandanten- und Patientengeheimnisse. Auch mitwirkende Personen können erfasst sein, wenn ihnen bei ihrer Tätigkeit solche Geheimnisse bekannt werden. Für IT-Leistungen sind daher die benötigten Zugriffe, Vertraulichkeitsverpflichtungen und beteiligten Personen zu klären. Eine strafrechtliche Verantwortung hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen im Einzelfall ab.
Siehe auchDienstleistervertrag (§ 43e BRAO, § 62a StBerG)Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
- BFSG
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Produkte und Dienstleistungen.
Das BFSG erfasst unter anderem bestimmte Verbraucherdienste wie den elektronischen Geschäftsverkehr. Seit dem 28. Juni 2025 sind die einschlägigen Anforderungen und Übergangsregeln zu beachten. Für Dienstleistungen sind Kleinstunternehmen ausgenommen: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Ob ein konkretes Angebot erfasst ist, muss gesondert beurteilt werden. WCAG-Prüfungen decken technische Webanforderungen ab, aber nicht das gesamte Gesetz.
- BITV 2.0
Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung für öffentliche Stellen des Bundes.
Sie verpflichtet Behörden und öffentliche Stellen des Bundes zu barrierefreien Webauftritten und Anwendungen, verweist inhaltlich auf die europäische Norm EN 301 549 und damit auf die WCAG. Dazu gehört eine veröffentlichte Erklärung zur Barrierefreiheit, die den Stand, die bekannten Mängel und einen Rückmeldeweg nennt.
- Cat.5e bis Cat.8
Kategorien für Netzwerkkabel und Anschlusskomponenten; entscheidend ist die gesamte Verbindung.
Cat.5e eignet sich für Gigabit über bis zu 100 Meter, Cat.6A für 10 Gbit/s über diese Länge. Cat.6 kann 10 Gbit/s über kürzere Strecken ermöglichen. Cat.7 und Cat.7A benötigen für eine entsprechend klassifizierte Gesamtstrecke passende Anschlusssysteme wie GG45 oder TERA; Cat.7-Kabel mit Cat.6A-RJ45-Dosen ergeben keine Cat.7-Strecke. Cat.8 ist für 25GBASE-T und 40GBASE-T über bis zu 30 Meter vorgesehen. Das kann auch kurze Verbindungen zwischen Räumen im selben Haus oder Stockwerk einschließen, wenn beide Geräte diese Übertragungsverfahren unterstützen. Cat.8.1 nutzt RJ45, Cat.8.2 andere Anschlusssysteme. Die Längen gelten einschließlich der Anschlusskabel. Für schnelle Verbindungen kommen auch Glasfaser oder kurze Direktverbindungskabel (DAC) infrage, etwa an SFP28-Ports für 25 Gbit/s; Leistungsaufnahme und Abwärme hängen von den eingesetzten Schnittstellen und Modulen ab. Ein schneller Internetanschluss allein legt die interne Verkabelung nicht fest.
Siehe auchNetzwerk-Kabelmessung10GBASE-TRJ45PoESFP, SFP+ und SFP28DAC (Direct Attach Cable)
- Computer Aided Design (CAD)
Computergestütztes Entwerfen und Konstruieren, etwa für technische Zeichnungen und dreidimensionale Modelle.
Mit CAD-Programmen erstellen und bearbeiten beispielsweise Architektur- und Ingenieurbüros maßhaltige Zeichnungen, Bauteile und Gebäudemodelle. Je nach Aufgabe entstehen zweidimensionale Pläne oder dreidimensionale Modelle. Komplexe Projekte können umfangreiche Dateien enthalten. Werden sie gemeinsam auf einem Server gespeichert, beeinflussen auch Netzwerk und Datenträger, wie schnell sie sich laden und speichern lassen.
- Computer-Telefonie-Integration (CTI)
Verbindet Telefon und PC, etwa um einen Anruf per Mausklick zu starten.
CTI bezeichnet die Verbindung von Telefonie mit Computerprogrammen. So lässt sich eine Rufnummer aus einem Kundenkontakt oder einem vorbereiteten Link wählen. Ob dabei ein Tischtelefon, ein Softphone oder ein Rückruf genutzt wird, hängt von der eingerichteten Lösung ab.
Siehe auchTelephony Application Programming Interface (TAPI)
- Container
Eine abgegrenzte Laufzeitumgebung für eine Anwendung und ihre Abhängigkeiten.
Container helfen, Anwendungen reproduzierbar bereitzustellen und getrennt zu verwalten, zum Beispiel mit Docker. Sie teilen sich den Betriebssystemkern ihrer Umgebung. Dauerhafte Daten, Sicherung, Aktualisierungen und Zugriffsrechte müssen zusätzlich eingerichtet werden.
Siehe auchProxmox
- Content-Management-System (CMS)
Eine Software, mit der Redakteure Inhalte über eine Verwaltungsoberfläche pflegen und veröffentlichen.
Ein Content-Management-System verwaltet beispielsweise Texte, Bilder und Seiten einer Website. Redakteure bearbeiten die Inhalte über eine Oberfläche; Vorlagen bestimmen ihre Darstellung. Je nach System lassen sich auch Benutzerrechte, Entwürfe und Freigaben verwalten. WordPress und TYPO3 sind Beispiele. Ein CMS muss die öffentlichen Seiten nicht bei jedem Besuch selbst erzeugen: Als getrennte Inhaltsverwaltung kann es etwa Astro die Inhalte liefern, aus denen vorab fertige Seiten entstehen. Diese Trennung wird als Headless CMS bezeichnet. Die Inhaltsverwaltung braucht weiterhin Betreuung und abgesicherte Zugänge, auch wenn die öffentliche Website statisch ausgeliefert wird.
- DAC (Direct Attach Cable)
Ein kurzes Kupferkabel mit fest verbundenen Steckern für passende Modulschächte.
Ein DAC verbindet zwei Geräte direkt, beispielsweise über SFP+- oder SFP28-Ports. Es nutzt ein geschirmtes Kupferkabel mit fest angeschlossenen Steckern und benötigt keine separaten optischen Module. Passive DACs kommen ohne aktive Signalaufbereitung im Kabel aus und eignen sich für kurze, stromsparende Verbindungen, etwa innerhalb eines Racks. Zulässige Länge, Datenrate und Gerätekompatibilität hängen vom Kabel und den Ports ab. Ein DAC ist weder ein RJ45-Patchkabel noch eine Cat.8-Verkabelung; ein ähnlich aufgebautes aktives optisches Kabel wird als AOC bezeichnet.
- DANE
Hinterlegt den Fingerabdruck des Mailservers im signierten Namensdienst.
DANE verbindet die Transportverschlüsselung mit DNSSEC: Im Namensdienst liegt ein Fingerabdruck des Serverzertifikats, den der sendende Server prüft, bevor er zustellt. Damit kann sich ein Angreifer, der die Verbindung umleitet, nicht mehr mit einem eigenen Zertifikat dazwischenschalten. Voraussetzung ist eine signierte Zone.
- Datenrate
Gibt an, wie viele Daten pro Sekunde übertragen werden können, etwa in Mbit/s oder Gbit/s.
Ein Mbit/s sind eine Million Bit pro Sekunde; ein Gbit/s entspricht 1.000 Mbit/s. Dateigrößen werden dagegen meist in Byte angegeben: Acht Bit ergeben ein Byte. Eine Gigabit-Verbindung entspricht deshalb rechnerisch 125 Megabyte pro Sekunde. Die nutzbare Übertragungsrate liegt darunter, weil auch Protokolldaten übertragen werden und Geräte oder Anwendungen die Geschwindigkeit begrenzen können.
Siehe auchEthernet
- Dienstleistervertrag (§ 43e BRAO, § 62a StBerG)
Berufsrechtliche Vorgaben für Dienstleister mit Zugang zu geschützten Informationen.
§ 43e BRAO und § 62a StBerG regeln die Einbindung von Dienstleistern und nennen unter anderem Textform, Verschwiegenheit, erforderliche Zugriffe und weitere beteiligte Personen. Die Vorschriften enthalten auch Ausnahmen und besondere Voraussetzungen. Anforderungen aus Art. 28 DSGVO sind zusätzlich zu berücksichtigen, wenn Auftragsverarbeitung vorliegt. Entscheidend sind die passenden Vertragsinhalte; zwei getrennte Dokumente sind nicht generell vorgeschrieben.
Siehe auchBerufsgeheimnis (§ 203 StGB)Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
- Django
Ein freies Python-Framework für Webanwendungen mit Datenbanken, Formularen und Benutzerkonten.
Ein Framework stellt wiederverwendbare Bausteine für die Softwareentwicklung bereit. Django übernimmt typische Aufgaben einer Webanwendung, etwa den Datenbankzugriff, die Prüfung von Formulareingaben sowie die Anmeldung und Berechtigungen von Benutzern. Eine integrierte Verwaltungsoberfläche hilft berechtigten Mitarbeitenden, Daten zu bearbeiten. Die Anwendung verarbeitet Anfragen auf einem Server und stellt die Ergebnisse im Browser bereit. Darauf lassen sich beispielsweise interne Portale, Erfassungsoberflächen oder wissenschaftliche Datenbanken aufbauen. Die fachlichen Regeln, benötigten Ansichten und Schnittstellen entwickeln wir passend zum jeweiligen Projekt.
Siehe auchDjango-Projekt
- DKIM
Signiert jede ausgehende Nachricht, damit der Empfänger sie prüfen kann.
Der sendende Server signiert Kopf und Text jeder Nachricht kryptografisch. Der öffentliche Schlüssel liegt im Namensdienst unter einem Selektor, üblicherweise in der Form selektor._domainkey. 2048 Bit sind heute die richtige Länge. Anders als SPF überlebt eine DKIM-Signatur die Weiterleitung, solange unterwegs niemand den Text verändert.
- DMARC
Verbindet SPF und DKIM, verlangt Übereinstimmung und liefert Berichte.
DMARC prüft, ob die Domain, die signiert oder im SPF steht, zu der passt, die der Empfänger im Absenderfeld sieht. Der Eintrag legt zusätzlich fest, was mit Nachrichten geschehen soll, die durchfallen: beobachten, in die Quarantäne, oder ablehnen. Empfänger senden tägliche Berichte über alles, was in Ihrem Namen versendet wurde. Man beginnt mit der beobachtenden Einstellung und verschärft erst, wenn die Berichte sauber sind.
- DNS (Domain Name System)
Der Namensdienst, über den Geräte die Adressen von Websites und Mailservern finden.
DNS ordnet Domainnamen wie ravok.de technische Informationen zu. A- und AAAA-Einträge nennen beispielsweise IPv4- und IPv6-Adressen, MX-Einträge die zuständigen Mailserver. Weitere Einträge enthalten etwa Angaben für die E-Mail-Prüfung mit SPF oder DKIM. Ein DNS-Resolver fragt diese Informationen für das Gerät ab und speichert Antworten vorübergehend zwischen. Deshalb können Änderungen abhängig von der hinterlegten Gültigkeitsdauer (TTL) zeitversetzt sichtbar werden. DNS stellt die Website oder das Postfach nicht selbst bereit, sondern hilft, den passenden Dienst zu finden. DNSSEC ergänzt die Prüfung der Herkunft und Unverändertheit dieser Angaben.
- DNSSEC
Digitale Signaturen machen die Herkunft und Unverändertheit von DNS-Daten überprüfbar.
DNSSEC steht für Domain Name System Security Extensions. Der Namensdienst DNS liefert etwa die IP-Adresse einer Website oder den zuständigen Mailserver. DNSSEC ergänzt diese Daten um digitale Signaturen. Ein prüfender DNS-Resolver kann anhand einer Vertrauenskette feststellen, ob die Daten aus der zuständigen Zone stammen und seit der Signierung verändert wurden. Dafür müssen die Signaturen und die Verknüpfung zur übergeordneten Zone korrekt eingerichtet sein. DNSSEC verschlüsselt die Abfragen nicht und verbirgt keine besuchten Domains. Für DANE liefert es die abgesicherte Grundlage, um veröffentlichte Zertifikatsinformationen zu prüfen.
Siehe auchDNS (Domain Name System)DANEDomain
- Dokumentenmanagement
Dokumente geordnet ablegen, wiederfinden und mit passenden Zugriffsrechten bearbeiten.
Ein Dokumentenmanagementsystem wie Paperless-ngx verbindet Dateien mit Merkmalen wie Absender, Datum und Dokumentart. Texterkennung macht Scans durchsuchbar, Regeln unterstützen die Zuordnung. Qualitätskontrolle, Berechtigungen und Datensicherung bleiben Teil des Ablaufs. Die Einrichtung allein ist kein Nachweis, dass alle Aufbewahrungsvorgaben erfüllt sind.
Siehe auchArchivVerfahrensdokumentationWiederherstellungstest
- Domain
Der Name eines Betriebs im Internet, unter dem Webseite und Postfächer erreichbar sind.
Eine Domain wie ravok.de ist bei einer Registrierungsstelle auf einen Inhaber eingetragen und wird jährlich verlängert. Im Namensdienst (DNS) der Domain stehen die Einträge, die Besucher zur Webseite und Nachrichten zum Mailserver führen, dazu SPF, DKIM und DMARC für die Zustellung. Die Domain gehört dem Betrieb, nicht dem Dienstleister: Wer im Register als Inhaber steht und den Authcode kennt, kann sie zu jedem Anbieter mitnehmen. Auslaufende Verlängerung und veraltete Inhaberdaten sind die häufigsten Gründe, warum eine Domain verloren geht.
- DSG-EKD
Das Datenschutzgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Für Einrichtungen im Geltungsbereich des DSG-EKD gelten kirchliche Datenschutzregelungen und die zuständige kirchliche Aufsicht. Bei einem IT-Auftrag klären wir mit der Einrichtung, welche Vorgaben und Vertragsmuster sie für die Zusammenarbeit verwendet, und ergänzen die Angaben zu unserer eigenen Dienstleistung. Die Einordnung hängt von der jeweiligen Einrichtung ab.
Siehe auchAuftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)
Verschlüsselt Inhalte so, dass nur die berechtigten Endgeräte sie entschlüsseln können, nicht der vermittelnde Anbieter.
E2EE steht für End-to-End Encryption. Inhalte werden auf dem sendenden Gerät verschlüsselt und erst auf den berechtigten empfangenden Geräten wieder lesbar. Anders als bei einer reinen Transportverschlüsselung kann auch der Dienstanbieter die so geschützten Inhalte nicht lesen. Das schützt etwa vertrauliche Nachrichten oder geteilte Dateien. Angaben darüber, wer wann mit wem kommuniziert, sind je nach Dienst weiterhin sichtbar. Auch ein entsperrtes oder mit Schadsoftware befallenes Endgerät bleibt ein möglicher Zugriffspunkt. Suche, Programmanbindung und Wiederherstellung können zusätzlichen Aufwand erfordern. Gehen die nötigen Schlüssel und Wiederherstellungsmöglichkeiten verloren, können die Inhalte dauerhaft unzugänglich werden. Deshalb gehören sichere Geräte, geregelte Zugänge und ein Wiederherstellungsplan dazu.
Siehe auchWiederherstellungstest
- Ethernet
Eine Familie von Standards für die Datenübertragung in kabelgebundenen Netzwerken.
Ethernet verbindet Geräte über Kupferkabel oder Glasfaser. Fast Ethernet bezeichnet 100 Mbit/s, Gigabit Ethernet 1.000 Mbit/s. Bei der üblichen Kupferverkabelung verwendet 100BASE-TX zwei Adernpaare, 1000BASE-T alle vier. Welche Geschwindigkeit tatsächlich erreicht wird, hängt von beiden Geräten und der gesamten Verbindung ab.
- Festplatte (HDD)
Speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben.
Eine HDD (Hard Disk Drive) speichert Daten auf magnetischen Scheiben, die sich im Betrieb drehen. Bewegliche Schreib- und Leseköpfe greifen auf die Daten zu. Für den Datenaustausch mit dem Rechner verwenden interne Festplatten beispielsweise SATA, in Servern auch SAS. Externe Festplatten werden häufig über USB angeschlossen; im Gehäuse vermittelt dabei oft eine Elektronik zwischen USB und SATA. HDD bezeichnet somit die magnetische Speichertechnik, während SATA, SAS und USB die Anbindung beschreiben. Bei einem Austausch müssen Laufwerk, Anschluss und Einbauplatz zusammenpassen.
Siehe auchSolid State Drive (SSD)SATA (Serial ATA)SAS (Serial Attached SCSI)USB (Universal Serial Bus)
- FIDO2
Anmeldung mit einem Sicherheitsschlüssel statt mit einem Einmalcode.
Beim Anmelden weist ein Gerät den Besitz eines privaten Schlüssels nach, der es nie verlässt. Anders als ein Einmalcode aus einer App lässt sich das nicht erschleichen, weil die Prüfung an die Adresse der Seite gebunden ist. Mit gesetzter PIN besteht der Faktor aus Besitz und Wissen. Für jedes Konto gehören zwei Schlüssel angelegt, einer am Arbeitsplatz und einer im Schrank.
Siehe auchBerufsgeheimnis (§ 203 StGB)
- GoBD
Vorgaben der Finanzverwaltung für nachvollziehbare elektronische Buchführung und Aufbewahrung.
GoBD steht für „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“. Sie konkretisieren, wie steuerlich relevante elektronische Unterlagen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet erfasst, gegen unbemerkte Änderungen geschützt und für Prüfungen verfügbar gehalten werden sollen. Änderungen müssen nachvollziehbar bleiben; eine Verfahrensdokumentation beschreibt die eingesetzten Systeme und Abläufe. Die Aufbewahrungspflicht bestimmt, welche Unterlagen wie lange erhalten bleiben müssen; die GoBD konkretisieren deren ordnungsmäßige elektronische Verarbeitung und Aufbewahrung. Entscheidend ist das gesamte Verfahren im Betrieb, nicht allein die eingesetzte Software.
Siehe auchAufbewahrungspflicht (§ 147 AO)VerfahrensdokumentationArchiv
- Großes Sprachmodell (LLM)
Ein KI-Modell, das Sprache verarbeitet und Antworten anhand gelernter Muster erzeugt.
LLM steht für Large Language Model. Solche Modelle unterstützen etwa bei Texten, Dokumentenauswertung und Programmierung. Ihre Antworten müssen fachlich geprüft werden. Qualität und Geschwindigkeit hängen unter anderem von Modell, Aufgabe, Kontext und eingesetzter Hardware ab; lokal oder in der Cloud beschreibt zunächst den Betriebsort.
Siehe auchKI-Kompetenz (Art. 4 KI-VO)
- Hardware-Token
Ein separates Gerät als Nachweis bei der Anmeldung, etwa ein YubiKey.
Ein Hardware-Token ergänzt oder ersetzt je nach Verfahren das Kennwort. Sicherheitsschlüssel wie YubiKeys unterstützen unter anderem FIDO2: Dabei wird die Anmeldung an die echte Adresse des Dienstes gebunden. Unterstützte Verfahren und Anschlüsse unterscheiden sich je nach Modell. Zur Einrichtung gehört auch ein abgestimmter Ersatz- und Wiederherstellungsweg.
Siehe auchFIDO2
- KI-Kompetenz (Art. 4 KI-VO)
Beschäftigte müssen wissen, was die eingesetzten KI-Werkzeuge können und was nicht.
Art. 4 KI-VO betrifft Maßnahmen zur Entwicklung der Kompetenz der mit KI-Systemen befassten Personen. Geeignete Maßnahmen hängen von Vorkenntnissen, Aufgaben, Einsatz und Risiken ab. Schulungen, Übungen und betriebliche Regeln können dazu beitragen; ein bestimmtes Zertifikat ist kein allgemeiner Nachweis der vollständigen Pflichterfüllung. Art. 50 regelt gesonderte Transparenzpflichten für bestimmte KI-Anwendungen.
Siehe auchVerfahrensdokumentation
- KNX
Ein herstellerübergreifender Standard für Gebäudetechnik, meist kabelgebunden über eine eigene Busleitung.
KNX steuert Licht, Beschattung, Heizung und Zutritt über einen eigenen Bus. Die Geräte arbeiten ohne Zentrale und ohne Internet weiter, wenn die Steuerung ausfällt. Der Standard ist herstellerübergreifend und langlebig, dafür ist die Erstinstallation aufwendiger als bei Funklösungen. Für einen Neubau oder eine Kernsanierung ist er die Wahl, die in zwanzig Jahren noch trägt.
- Load-Balancing
Ermöglicht im Multi-WAN-Betrieb die gleichzeitige Nutzung mehrerer Internetanschlüsse.
Beim WAN-Load-Balancing nutzt ein lokales Netzwerk mehrere Internetanschlüsse gleichzeitig, beispielsweise Glasfaser und DSL. Der Router verteilt die ausgehenden Verbindungen nach festgelegten Regeln oder Gewichtungen auf diese WAN-Anschlüsse. So stehen mehrere Leitungen parallel zur Verfügung, auch wenn die Verbindungen von nur einem Rechner stammen. Beim üblichen verbindungsbasierten Verfahren bleibt eine einzelne Verbindung auf einem Anschluss; dessen Bandbreite begrenzt diese Verbindung. Die automatische Umschaltung bei einem Leitungsausfall (Failover) lässt sich zusätzlich einrichten.
- MAC-Adresse (Media Access Control)
Eine Kennung des Netzwerkanschlusses eines Geräts, etwa für Ethernet oder WLAN.
MAC steht für Media Access Control. Die Adresse dient dazu, einen Netzwerkanschluss im lokalen Netz zu erkennen und Daten an ihn zuzustellen. Ein Gerät mit mehreren Netzwerkanschlüssen kann mehrere MAC-Adressen haben. Üblich sind sechs Zweiergruppen aus Ziffern und den Buchstaben A bis F, zum Beispiel 02:1A:2B:3C:4D:5E. Die Adresse steht häufig auf dem Typenschild oder der Verpackung und lässt sich meist in den Netzwerk- oder Geräteeinstellungen ablesen. Bei unterstützten SIP-Telefonen hinterlegen wir sie in Placetel: So wird das Gerät seiner zentral gespeicherten Konfiguration zugeordnet und lädt seine Einstellungen nach dem Anschließen automatisch. Für die Erreichbarkeit über Netzwerkgrenzen hinweg verwenden Geräte zusätzlich IP-Adressen. Eine MAC-Adresse kann sich ändern: iPhones unterstützen ab iOS 14 private WLAN-Adressen; ab iOS 18 lässt sich zwischen einer statischen und einer regelmäßig wechselnden privaten Adresse wählen. Android verwendet ab Version 10 bei unterstützten Geräten standardmäßig zufällig erzeugte MAC-Adressen für WLAN-Verbindungen. Diese bleiben im jeweiligen Netzwerk normalerweise gleich. Solche Funktionen erschweren die Wiedererkennung über verschiedene WLANs.
Quellen
- Matter (auch über Thread)
Ein herstellerübergreifender Standard zur Gerätesteuerung: drahtlos über Thread oder WLAN, kabelgebunden über Ethernet.
Matter legt fest, wie kompatible Geräte und Steuerungen miteinander kommunizieren. Die Verbindung läuft über ein IP-Netz, etwa WLAN, Ethernet oder Thread. Bei Matter over Thread übernimmt Thread das stromsparende Funknetz; Matter beschreibt die Gerätefunktionen darüber. Ein Thread Border Router verbindet dieses Funknetz mit dem übrigen lokalen Netzwerk. Matter und Thread sind deshalb nicht dasselbe, und ein Thread-Gerät unterstützt nicht automatisch Matter. Für die Auswahl zählen die unterstützten Funktionen des Geräts und der verwendeten Steuerung.
- Meshing
Verbindet WLAN-Zugangspunkte untereinander per Funk.
Beim WLAN-Meshing wird ein WLAN-Zugangspunkt über die Funkverbindung zu einem anderen WLAN-Zugangspunkt ins Netz eingebunden. So lassen sich Bereiche ohne eigene Netzwerkleitung erreichen. Die Verbindung zwischen den WLAN-Zugangspunkten benötigt selbst Funkkapazität; Platzierung, Hindernisse und die Anzahl der Funkstrecken beeinflussen die Leistung.
- Modbus
Ein Kommunikationsprotokoll zum Auslesen und Steuern von Geräten und Anlagen.
Über Modbus kann eine Steuerung Messwerte abfragen oder Einstellungen an einem Gerät ändern. Das wird beispielsweise bei Stromzählern, Wechselrichtern und Heizungsanlagen genutzt. Modbus RTU läuft typischerweise über eine serielle RS-485-Verbindung, Modbus TCP über ein IP-Netzwerk. Welche Werte unter welchen Adressen erreichbar sind und wie sie umgerechnet werden, steht in der Registerbeschreibung des Herstellers. Ein Modbus-Anschluss allein bedeutet deshalb noch nicht, dass jede Funktion ohne weitere Einrichtung verfügbar ist.
- MTA-STS
Sagt sendenden Servern verbindlich, dass sie nur verschlüsselt zustellen dürfen.
Die Transportverschlüsselung zwischen Mailservern ist im Grundsatz freiwillig und kann von einem Angreifer unterdrückt werden. MTA-STS hinterlegt eine über HTTPS abrufbare Richtlinie, die das verbietet. Sendende Server merken sich diese Richtlinie und stellen danach entweder verschlüsselt zu oder gar nicht. Für Post mit Mandanten- oder Patientenbezug ist das die wichtigere Frage als der Spamordner.
- Netzwerk-Kabelmessung
Prüft, ob eine Verkabelung richtig angeschlossen ist, eine Datenrate trägt oder die Normanforderungen erfüllt.
Eine einfache Verdrahtungsprüfung findet etwa Unterbrechungen oder vertauschte Adern. Eine Qualifizierung bewertet, ob die Strecke eine bestimmte Datenrate unterstützt. Eine Zertifizierung misst die geforderten Übertragungseigenschaften gegen die Grenzwerte einer Norm, beispielsweise ISO/IEC 11801, und hält die Ergebnisse im Messprotokoll fest. Diese Prüfungen liefern unterschiedliche Nachweise.
Siehe auchAdernpaarCat.5e bis Cat.8
- PDF/UA
Eine PDF-Datei, deren Struktur für Vorlesegeräte lesbar ist.
PDF/UA nach ISO 14289 verlangt eine ausgezeichnete Dokumentstruktur: Überschriftenebenen, Lesereihenfolge, Alternativtexte für Bilder, Tabellenköpfe, Sprachangabe. Ein optisch identisches PDF ohne diese Auszeichnung ist für ein Vorlesegerät eine Ansammlung von Buchstaben. Prüfen lässt es sich mit dem kostenlosen Werkzeug PAC.
- PHP
Eine Programmiersprache, deren Code bei Webanwendungen meist durch einen Interpreter auf dem Server ausgeführt wird.
PHP wird beispielsweise für Webanwendungen wie WordPress und TYPO3 verwendet. Ein PHP-Interpreter führt den Programmcode aus. Die Anwendung kann damit etwa Formulareingaben prüfen, Inhalte aus einer Datenbank abrufen oder eine Seite erzeugen. Der Browser erhält das Ergebnis, beispielsweise als HTML, und normalerweise nicht den PHP-Quellcode. PHP lässt sich auch für Programme auf der Kommandozeile einsetzen. Eine vollständig statisch ausgelieferte Website benötigt für ihre Seiten keinen PHP-Interpreter auf dem Webserver.
Siehe auchWordPressTYPO3Content-Management-System (CMS)AstroPHP-Handbuch: Einführung
- PoE
Strom über das Netzwerkkabel, in genormten Stufen.
Die gebräuchlichen Bezeichnungen sind PoE für IEEE 802.3af mit bis zu 15,4 Watt, PoE+ für IEEE 802.3at mit bis zu 30 Watt und PoE++ für IEEE 802.3bt mit bis zu 60 Watt bei Typ 3 oder 90 Watt bei Typ 4. Die Angaben beziehen sich auf den speisenden Anschluss. Die 60- und 90-Watt-Stufen nutzen alle vier Adernpaare. Das verfügbare Gesamtbudget des Switches ist zusätzlich zu beachten. Passive Einspeisung mit 24 Volt ist kein genormtes PoE: Sie handelt nichts aus, sondern legt grundsätzlich Spannung an, was unvorbereitete Geräte beschädigen kann.
Siehe auchCat.5e bis Cat.8VLAN
- Portierung
Die Mitnahme einer Rufnummer zu einem anderen Anbieter.
Beim Anbieterwechsel wird eine Rufnummer zum neuen Dienst übernommen. Kündigung und Portierungsauftrag sollten aufeinander abgestimmt sein. Eine Kündigung bedeutet nicht automatisch den Verlust: § 59 TKG ermöglicht den Antrag auf Mitnahme noch bis zu einem Monat nach Vertragsende. Anbieter können längere Fristen vorsehen. Rechtzeitige Abstimmung hilft, Unterbrechungen zu vermeiden.
Siehe auchZeitprofilTelefonwarteschlange
- Proxmox
Freie Virtualisierung, auf der mehrere getrennte Maschinen auf einem Server laufen.
Proxmox VE fasst Virtualisierung, Container und Sicherung in einer Oberfläche zusammen und läuft auf gewöhnlicher Serverhardware. Jeder Kunde bekommt eine eigene virtuelle Maschine, die getrennt gesichert, verschoben und wiederhergestellt werden kann. Der Quelltext ist offen, es gibt keine Lizenz je Prozessorkern und keinen Zwang zu einem Herstellerkonto.
Siehe auchWiederherstellungstest
- Push-Benachrichtigung
Eine Nachricht, die eine App von sich aus auf dem Smartphone oder einem anderen Gerät anzeigt.
Eine Push-Benachrichtigung informiert über ein Ereignis, ohne dass die App dafür gerade geöffnet sein muss. In der Gebäudesteuerung kann das etwa eine erkannte Bewegung, eine offen gebliebene Tür oder eine Störung sein. Die App muss Benachrichtigungen anzeigen dürfen; Verbindung und Geräteeinstellungen beeinflussen die Zustellung. Je nach App erfolgt die Übermittlung über externe Push-Dienste oder eine lokale Verbindung. Eine lokal laufende Steuerung bedeutet daher nicht automatisch, dass auch jede Benachrichtigung ausschließlich im eigenen Netz bleibt.
- Quality of Service (QoS)
Bevorzugt zeitkritischen Datenverkehr, zum Beispiel Telefongespräche.
QoS bezeichnet Verfahren, mit denen Netzwerkverkehr unterschiedlich behandelt wird. Bei ausgelasteten Verbindungen können etwa Sprachdaten Vorrang vor großen Dateiübertragungen erhalten. Die Regeln müssen zum Anschluss und den beteiligten Geräten passen; zusätzliche Bandbreite entsteht dadurch nicht.
Siehe auchLoad-BalancingVLAN
- Reverse Proxy
Nimmt Webanfragen entgegen und leitet sie an den passenden internen Dienst weiter.
Ein Reverse Proxy steht vor einer oder mehreren Anwendungen. Er kann Anfragen anhand der aufgerufenen Adresse verteilen und die verschlüsselte Verbindung zum Browser übernehmen. Traefik, Caddy und nginx lassen sich dafür einsetzen. Die Anwendungen dahinter benötigen weiterhin eigene Zugriffsregeln und Pflege.
Siehe auchWebserver
- RJ45
Die übliche Bezeichnung für den achtpoligen Stecker an Netzwerkkabeln im Büro.
Der Stecker und die dazugehörige Buchse verbinden die vier Adernpaare eines Kupfer-Netzwerkkabels mit Geräten oder Anschlussdosen. Die gleiche Steckerform wird für unterschiedliche Kabelkategorien verwendet. An der Form allein lässt sich deshalb nicht erkennen, welche Datenrate eine fertige Verbindung zuverlässig unterstützt.
Siehe auchAdernpaarCat.5e bis Cat.8
- SAS (Serial Attached SCSI)
Eine Laufwerksschnittstelle, die vor allem in Servern und Speichersystemen eingesetzt wird.
SAS verbindet HDDs oder SSDs mit einem passenden Speichercontroller. Je nach Laufwerk und System sind zwei unabhängige Verbindungen möglich, sodass beim Ausfall eines Zugangswegs ein anderer genutzt werden kann. Viele SAS-Controller unterstützen auch SATA-Laufwerke, sofern Anschlüsse und System dafür ausgelegt sind. Umgekehrt lässt sich ein SAS-Laufwerk nicht an einem reinen SATA-Controller betreiben. Beim Austausch sind deshalb Schnittstelle, Controller und Laufwerksschacht zu prüfen; die Gehäusegröße allein genügt nicht.
Siehe auchSATA (Serial ATA)Festplatte (HDD)Solid State Drive (SSD)
- SATA (Serial ATA)
Eine Schnittstelle, über die Festplatten und SSDs mit dem Rechner kommunizieren.
SATA wird unter anderem für interne HDDs und SSDs verwendet. Bei üblichen 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerken gibt es getrennte Anschlüsse für Daten und Strom; in einem Laufwerksschacht können beide direkt mit einer Anschlussplatine verbunden sein. SATA beschreibt die Datenanbindung, nicht die Speichertechnik oder das Fassungsvermögen. Eine SATA-SSD und eine SATA-Festplatte können deshalb dieselbe Schnittstelle nutzen und sich dennoch deutlich in Geschwindigkeit und Arbeitsweise unterscheiden.
Siehe auchFestplatte (HDD)Solid State Drive (SSD)SAS (Serial Attached SCSI)
- SFP, SFP+ und SFP28
Steckbare Netzwerkmodule für unterschiedliche Übertragungsmedien und Datenraten.
SFP steht für Small Form-factor Pluggable. Solche Module stecken beispielsweise in Switches, Routern oder Netzwerkkarten. Im Ethernet-Bereich ist SFP typischerweise für 1 Gbit/s vorgesehen, SFP+ für 10 Gbit/s und SFP28 für 25 Gbit/s. Je nach Modul wird Glasfaser oder ein Kupferanschluss genutzt; kurze Direktverbindungskabel (DAC) werden unmittelbar in passende Ports gesteckt. Die ähnliche Bauform garantiert keine Austauschbarkeit: Gerät, Port und Modul müssen Datenrate und Übertragungsverfahren unterstützen. Bei Glasfaser müssen außerdem Fasertyp, Wellenlängen und Reichweite zusammenpassen.
Siehe auchDAC (Direct Attach Cable)SwitchDatenrate
- SMART
Selbstüberwachung von Festplatten und SSDs, die Hinweise auf Verschleiß und Fehler liefern kann.
SMART steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology. Das Laufwerk erfasst Zustandswerte und Fehler, die Diagnoseprogramme auslesen können. Bei Festplatten zählen dazu etwa Lesefehler und bereits ersetzte fehlerhafte Speicherbereiche. Welche Werte vorliegen und wie sie zu deuten sind, hängt vom Hersteller und Modell ab. Eine Warnung ist Anlass, die Datensicherung sofort zu prüfen, noch ungesicherte Daten zu sichern und das Laufwerk untersuchen oder austauschen zu lassen. Ein unauffälliger Status garantiert dagegen keinen fehlerfreien Zustand: Nicht jeder bevorstehende Ausfall kündigt sich in diesen Werten an. SMART ersetzt deshalb keine unabhängige Sicherung und keinen Wiederherstellungstest.
Siehe auchFestplatte (HDD)Solid State Drive (SSD)Wiederherstellungstest
- SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)
Das Übertragungsverfahren für den Versand und die Weiterleitung von E-Mails.
Über SMTP übergibt ein Mailprogramm ausgehende Nachrichten an einen Mailserver; auch Mailserver reichen E-Mails damit untereinander weiter. Für die Zustellung werden eine technische Absenderadresse und die Empfängeradressen getrennt vom Nachrichteninhalt übertragen. Diese Zustellangaben heißen SMTP-Umschlag, vergleichbar mit der Beschriftung eines Briefumschlags. Sie können von den im Mailprogramm angezeigten Absender- und Empfängerfeldern abweichen. Die technische Absenderadresse dient unter anderem als Rückweg für Fehlermeldungen; ihre Domain wird bei SPF geprüft. SMTP allein garantiert weder eine verschlüsselte Übertragung noch die Echtheit der sichtbaren Absenderadresse.
Siehe auchSPFDNS (Domain Name System)MTA-STSDANE
- Software as a Service (SaaS)
Gemietete Online-Anwendungen, die beim Anbieter betrieben werden.
Sie nutzen die Software über das Internet und zahlen meist nach Tarif, Nutzerzahl oder Verbrauch. Beispiele sind Online-Buchhaltung und Büroanwendungen aus der Cloud. Ein Vergleich mit eigenem Betrieb berücksichtigt Funktionen, Datenübernahme, Lizenzen, Betreuung, Sicherung und laufende Kosten.
- Solid State Drive (SSD)
Speichert Daten in Flash-Speicher ohne bewegliche Teile.
Eine SSD speichert Daten elektronisch in Flash-Speicher und benötigt keine rotierenden Scheiben oder beweglichen Leseköpfe. Sie ermöglicht kurze Zugriffszeiten. SSDs gibt es in verschiedenen Bauformen und mit unterschiedlichen Anschlüssen; die Bezeichnung SSD legt diese nicht fest.
Siehe auchFestplatte (HDD)SATA (Serial ATA)SAS (Serial Attached SCSI)USB (Universal Serial Bus)
- Sperrliste
Verzeichnisse von IP-Adressen, über die Empfänger eingehende Post abweisen.
Wird eine Nachricht mit einem Hinweis auf eine Sperrliste abgelehnt, liegt es an der IP-Adresse des sendenden Servers, nicht am Postfach. Austragen kann sich nur, wer diese Adresse betreibt. Bei einem eigenen Server ist das ein geregelter Vorgang; bei einem geteilten Ausgangsserver eines Anbieters hat man diese Möglichkeit nicht, und das ist ein Grund, den Ausgangsweg für Geschäftspost bewusst zu wählen.
- SPF
Legt fest, welche Server E-Mails im Namen einer Domain versenden dürfen.
SPF steht für Sender Policy Framework. Der Domaininhaber veröffentlicht im DNS, welche Server für seine Domain E-Mails versenden dürfen, etwa den eigenen Mailserver oder einen beauftragten Versanddienst. Der empfangende Mailserver kann die IP-Adresse des einliefernden Servers mit diesen Vorgaben abgleichen. Maßgeblich ist dabei die technische Absenderdomain aus dem SMTP-Umschlag, nicht unmittelbar die im Mailprogramm sichtbare Absenderadresse. Pro Domain darf nur ein SPF-Eintrag vorhanden sein; andere DNS-Texteinträge sind daneben möglich. Bei einer Weiterleitung kann die Prüfung scheitern, weil nun ein anderer Server die Nachricht einliefert. SPF wird deshalb durch DKIM und DMARC ergänzt.
Siehe auchSMTP (Simple Mail Transfer Protocol)DNS (Domain Name System)DKIMDMARCSperrliste
- Stützkondensator
Stellt eine kurze Energiereserve bereit, etwa zum Sichern ausstehender Schreibdaten in einer SSD.
Schreibdaten können zunächst in einem flüchtigen Zwischenspeicher des Laufwerks liegen. Bei plötzlichem Stromverlust droht ihr Verlust. SSDs mit entsprechendem Stromausfallschutz (Power Loss Protection, PLP) nutzen Stützkondensatoren als Energiereserve, um diese Daten und interne Verwaltungsinformationen noch dauerhaft zu speichern. Ob und in welchem Umfang ein Laufwerk diesen Schutz bietet, hängt vom konkreten Modell ab. Im Datenblatt ist zu prüfen, ob auch noch nicht dauerhaft geschriebene Nutzdaten geschützt sind oder nur interne Verwaltungsinformationen. Verkaufsort und die Bezeichnung als Serverlaufwerk reichen dafür als Nachweis nicht aus.
Siehe auchSolid State Drive (SSD)USVTBW
- Switch
Verbindet Geräte im lokalen Netzwerk und leitet Daten an die passenden Anschlüsse weiter.
An einem Switch hängen beispielsweise Rechner, Server, Drucker und WLAN-Zugangspunkte. Er lernt, über welchen Anschluss ein Gerät erreichbar ist, und leitet Daten anhand der Geräteadressen weiter. Verwaltbare Switches zeigen zusätzlich Verbindungsgeschwindigkeiten und Fehlerzähler an und erlauben Einstellungen wie die Trennung in VLANs.
Siehe auchEthernetVLANPoESFP, SFP+ und SFP28
- TBW
Die Schreibmenge, die eine SSD nach Herstellerangabe verträgt.
TBW beschreibt die vom Hersteller angegebene Gesamtschreibmenge in Terabyte unter festgelegten Bedingungen und ist häufig Teil der Garantiegrenze. DWPD setzt die tägliche Schreibmenge ins Verhältnis zur Laufwerkskapazität und gilt für einen angegebenen Zeitraum. Zusammen mit den Zustandswerten hilft das, einen Austausch zu planen. Ein bestimmter Ausfallzeitpunkt oder der Wechsel in einen Nur-Lese-Modus lässt sich aus der TBW-Grenze allein nicht ableiten.
Siehe auchStützkondensator
- Telefonwarteschlange
Hält Anrufer, bis jemand frei ist; braucht immer eine Grenze und einen Ausweg.
Eine Telefonwarteschlange ohne Höchstwartezeit und ohne Ausweichziel ist kein Ergebnis, sondern ein leiserer Verlust: Der Anrufer wartet, bis er auflegt. Zu jeder Schlange gehören deshalb zwei Angaben, wie lange höchstens gewartet wird und wohin der Anruf danach geht, meist auf eine Ansage mit Rückrufangebot.
Siehe auchZeitprofilPortierung
- Telephony Application Programming Interface (TAPI)
Eine Windows-Schnittstelle, über die Programme Telefonfunktionen ansprechen können.
Eine geeignete Telefonsoftware oder ein Treiber verbindet die Anwendung mit der Telefonanlage. Damit kann beispielsweise ein Kundenverwaltungsprogramm eine Nummer wählen. TAPI ist ein möglicher Weg zur Anbindung; ein klickbarer Rufnummernlink kann auch über andere Verfahren funktionieren. Software, Treiber und Telefonanlage müssen zusammenpassen.
Siehe auchComputer-Telefonie-Integration (CTI)
- Thread
Ein stromsparendes, drahtloses Netzwerk für Sensoren, Schalter und andere Geräte im Gebäude.
Thread verbindet Geräte per Funk in einem eigenen Netz auf Basis von IPv6. Geeignete Geräte leiten Nachrichten für andere Geräte weiter. So können Daten ihr Ziel auch über mehrere Geräte erreichen. Das eignet sich für kleine Datenmengen, etwa Temperaturwerte oder Schaltbefehle. Ein Thread Border Router verbindet das Funknetz mit dem übrigen lokalen Netzwerk, beispielsweise über Ethernet oder WLAN. Thread stellt die Netzwerkverbindung bereit; wie ein Gerät bedient wird, regelt ein darauf aufbauender Standard wie Matter oder HomeKit. Ein Thread-Gerät ist deshalb nicht automatisch ein Matter-Gerät. Für die Auswahl müssen Funknetz, Border Router und Gerätesteuerung zusammenpassen.
Siehe auchMatter (auch über Thread)Zigbee
- TYPO3
Ein freies Content-Management-System zur redaktionellen Verwaltung von Websites, auch mehrerer Auftritte in einer Installation.
Mit TYPO3 pflegen Redakteure Seiten und Inhalte über eine Verwaltungsoberfläche im Browser. Gestaltungsvorlagen bestimmen die Darstellung; Erweiterungen, sogenannte Extensions, ergänzen Funktionen. Mehrere Websites lassen sich in einer gemeinsamen Installation verwalten. Bei einer üblichen Installation führt ein PHP-Interpreter auf dem Server den Programmcode aus, während eine Datenbank Inhalte und Einstellungen speichert. Das System, seine Erweiterungen und die Betriebsumgebung benötigen laufende Pflege, Sicherungen und abgesicherte Zugänge.
Siehe auchContent-Management-System (CMS)WordPressAstroTYPO3-Projekt
- USB (Universal Serial Bus)
Eine Verbindung für externe Geräte, etwa Festplatten, Tastaturen und Drucker.
USB überträgt Daten zwischen Rechner und angeschlossenem Gerät und kann dieses je nach Leistungsbedarf auch mit Strom versorgen. Externe HDDs und SSDs nutzen häufig USB; größere Festplattengehäuse benötigen oft ein eigenes Netzteil. Steckerform und Leistungsfähigkeit sind getrennt zu betrachten: USB-A oder USB-C beschreibt zunächst den Anschluss, nicht automatisch die Datenrate oder verfügbare Ladeleistung. Für die tatsächlichen Möglichkeiten müssen Rechneranschluss, Kabel und Gerät zusammenpassen.
Siehe auchFestplatte (HDD)Solid State Drive (SSD)
- USV
Unterbrechungsfreie Stromversorgung; sie kauft Zeit zum Herunterfahren, keine Arbeitszeit.
Eine USV wird in Watt und in Minuten geplant, und die Minuten müssen reichen, um Server und Netzwerktechnik geordnet herunterzufahren. Sie ist keine Ersatzstromversorgung für den Weiterbetrieb. Die Lebensdauer ihrer Akkus hängt von der Batteriechemie und den Betriebsbedingungen ab. Lithium-Ionen-Akkus erreichen meist eine längere Lebensdauer als Bleiakkus. Hohe Temperaturen im Gerät, ungünstige Ladebedingungen sowie häufige oder tiefe Entladungen können einen deutlich früheren Austausch nötig machen. Maßgeblich sind die Herstellerangaben zum konkreten Modell und regelmäßige Zustandsprüfungen. Erst zusammen mit einer geordneten Abschaltung schützt sie die Daten.
Siehe auchStützkondensator
- Verfahrensdokumentation
Die schriftliche Beschreibung, wie Belege entstehen, laufen und aufbewahrt werden.
Sie beschreibt die tatsächlichen Abläufe, eingesetzten Systeme, Zuständigkeiten und Kontrollen bei der Verarbeitung von Belegen. Wir erfassen dafür insbesondere die technischen Datenwege, Berechtigungen und Sicherungsverfahren. Steuerliche Anforderungen und die Bewertung der Ordnungsmäßigkeit stimmen Unternehmen mit ihrer Steuerberatung ab.
Siehe auchAufbewahrungspflicht (§ 147 AO)Archiv
- Virtuelles privates Netzwerk (VPN)
Verbindet Geräte oder Standorte über einen geschützten Tunnel durch ein anderes Netz.
Ein VPN ermöglicht beispielsweise den Fernzugriff auf ein Firmennetz oder die Verbindung zweier Standorte. Welche Geräte und Dienste darüber erreichbar sind, bestimmen Routen und Zugriffsregeln. Das passende Verfahren richtet sich nach den vorhandenen Geräten und Anforderungen.
- VLAN
Trennt ein physisches Netz in mehrere getrennte Bereiche.
Über dieselbe Verkabelung laufen mehrere getrennte Netze, etwa für Arbeit, Gäste, Telefonie, Kameras und Gebäudetechnik. Zwischen ihnen ist nur erlaubt, was ausdrücklich freigegeben wird. Der Nutzen zeigt sich im Schadensfall: Wer über eine schlecht gepflegte Kamera hereinkommt, erreicht dann nicht die Buchhaltung.
- VRAM (Video Random Access Memory)
Speicher für den Grafikprozessor, der auch für die Berechnung von KI-Modellen genutzt wird.
Auf einer separaten Grafikkarte ist VRAM der eigene Speicher des Grafikprozessors. Er hält bei lokalen KI-Anwendungen unter anderem Modelldaten und Zwischenergebnisse bereit. Die Kapazität bestimmt, welche Modelle und wie viel Kontext darin Platz finden. Die Speicherbandbreite beschreibt, wie viele Daten pro Sekunde übertragen werden können, und beeinflusst das Tempo der Antworterzeugung. Mehr Kapazität allein beschleunigt die Berechnung eines bereits vollständig im Speicher liegenden Modells nicht. Lokale KI benötigt aber nicht zwingend eine separate Grafikkarte mit eigenem VRAM: Je nach Hardware und Software können auch gemeinsam genutzter Speicher oder der Arbeitsspeicher des Rechners zum Einsatz kommen. Modellgröße, Gesprächslänge und gleichzeitige Nutzung bestimmen den Speicherbedarf mit.
Siehe auchGroßes Sprachmodell (LLM)
- WCAG 2.2
Der internationale Maßstab für barrierefreie Webinhalte.
Die Richtlinien beschreiben prüfbare Anforderungen an wahrnehmbare, bedienbare, verständliche und robuste Webinhalte in den Stufen A, AA und AAA. WCAG 2.2 ergänzt unter anderem Kriterien für Zielgrößen, Fokus und Anmeldung. Welche Fassung und welche zusätzlichen Anforderungen verbindlich sind, hängt vom jeweiligen Regelwerk und Auftrag ab. Eine WCAG-Prüfung ist nicht gleichbedeutend mit einer vollständigen BFSG- oder BITV-Prüfung.
- Webserver
Software, die Webseiten und andere Inhalte über HTTP oder HTTPS bereitstellt.
Ein Webserver nimmt Anfragen des Browsers entgegen und liefert Dateien aus oder reicht sie an eine Anwendung weiter. Caddy und nginx können beispielsweise diese Aufgaben übernehmen. Verschlüsselte Verbindungen, Berechtigungen und die Weiterleitung an Anwendungen gehören zur Einrichtung.
Siehe auchReverse Proxy
- Wiederherstellungstest
Das Zurückspielen einer Sicherung mit Protokoll; ohne ihn ist die Sicherung eine Vermutung.
Zu vereinbarten Terminen wird ein Teil des gesicherten Bestands auf ein Testsystem zurückgespielt und geprüft, ob die Daten vollständig und benutzbar sind. Festgehalten werden Datum, Umfang und Dauer. Die gemessene Dauer ist zugleich die Antwort auf die Frage, wie lange ein Betrieb im Ernstfall stillsteht, und das Protokoll ist der Nachweis für Prüfer und Versicherer.
- WireGuard
Schlanker verschlüsselter Zugang ins Firmennetz.
WireGuard ist ein Protokoll für verschlüsselte Netzwerkverbindungen. Geräte erhalten eigene Schlüssel; Zugriffsregeln begrenzen die erreichbaren Dienste. Ob Fernzugriff oder Standortkopplung unterstützt wird, hängt von der eingesetzten Lösung ab. UniFi führt den WireGuard-Fernzugriff getrennt von manuellen Standort-VPNs mit IPsec oder OpenVPN und von UniFi SD-WAN.
Siehe auchVLAN
- WordPress
Ein freies Content-Management-System zum Erstellen und Pflegen von Websites und Blogs.
Mit WordPress bearbeiten Redakteure Seiten, Beiträge und Medien über eine Verwaltungsoberfläche im Browser. Gestaltungsvorlagen heißen Themes; Plugins ergänzen Funktionen, etwa Formulare oder einen Webshop. Bei einer üblichen Installation führt ein PHP-Interpreter auf dem Server den Programmcode aus, während eine Datenbank Inhalte und Einstellungen speichert. Zum Betrieb gehören deshalb auch die Pflege des Systems und seiner Erweiterungen, Sicherungen und abgesicherte Zugänge.
Siehe auchContent-Management-System (CMS)TYPO3AstroWordPress-Projekt
- Zeitprofil
Regelt in der Telefonanlage, wer wann klingelt.
Ein Zeitprofil legt Geschäftszeiten, Pausen und Feiertage je Abteilung fest und bestimmt, wohin ein Anruf außerhalb dieser Zeiten geht. Feiertage sind nach Bundesland zu hinterlegen und einmal im Jahr durchzusehen. Ein einziges Profil für das ganze Haus führt regelmäßig dazu, dass die Ansage etwas anderes sagt als die Wirklichkeit.
Siehe auchTelefonwarteschlangePortierung
- ZFS
Dateisystem mit integrierter Speicherverwaltung und Prüfung der Datenintegrität.
ZFS organisiert Daten und Speicherlaufwerke und prüft beim Lesen anhand von Prüfsummen, ob Daten beschädigt wurden. Bei passend eingerichteter Redundanz kann es Fehler mithilfe einer intakten Kopie selbst korrigieren. Snapshots halten frühere Datenstände fest. Diese Funktionen ergänzen eine Datensicherung; ein unabhängiges Backup bleibt erforderlich.
Siehe auchUSV
- Zigbee
Verbindet Sensoren, Schalter und andere Geräte im Gebäude drahtlos über stromsparenden Funk.
Zigbee verbindet etwa Bewegungsmelder, Temperatursensoren, Lampen und Steckdosen in einem eigenen Funknetz. Ein Koordinator bindet dieses Netz an die Steuerung an, beispielsweise Home Assistant. Viele dauerhaft mit Strom versorgte Geräte leiten Nachrichten weiter und vergrößern so die Reichweite des Netzes. Batteriebetriebene Sensoren übernehmen diese Weiterleitung normalerweise nicht. Die Steuerung kann lokal ohne Hersteller-Cloud arbeiten. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von der Unterstützung des jeweiligen Geräts ab.
Siehe auchMatter (auch über Thread)
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